Thea Schleusner

Aus Anlass des 60. Todestages der gebürtigen Wittenberger Künstlerin Thea Schleusner wird die in Wittenberg ansässige, noch recht junge Naser-Stiftung in Kooperation mit der Stadt, der Cranach Stiftung und der Stiftung Christliche Kunst eine umfassende Werkschau der Künstlerin veranstalten.

Die Naser-Stiftung der (wieder)entdeckten Kunst hat es sich zum Ziel gesetzt, Künstlerinnen und Künstlern mit Schaffensbeginn vornehmlich im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, die in Vergessenheit geraten sind, einer größeren Allgemeinheit (wieder) zuzuführen. „Thea Schleusner wird der sogenannten verschollenen Generation zugerechnet, also jener Generation von figurativ arbeitenden Künstler*innen, die sich zwischen den Weltkriegen eine gewisse Reputation hatten erwerben konnten, deren Karriere aber durch Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg einen jähen Abbruch fand. Nach 1945 war es nicht mehr möglich, auch durch Vorherrschen der Abstraktion, an den vorherigen Erfolg anzuknüpfen.“ (Naser-Stiftung) Es besteht die Absicht, einen gewissen Teil derjenigen Kunstwerke von Thea Schleusner, die sich mit christlichen Themen befassen, in den Räumen der Stiftung zu präsentieren. Allerdings soll dies so geschehen, dass dabei Arbeiten aus unserer Sammlung, die in einem inhaltlichen und/oder historischen Kontext stehen, an die Seite der Schleusner‘schen Arbeiten gestellt werden. Auf diese Weise sollen sowohl geistige und ikonografische Kontexte erkennbar werden, die das Gesamtverständnis der weithin in Vergessenheit geratenen Künstlerin vertiefen.

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