Auf ein Wort

Die Arbeit „fragments“ war Teil einer Serie zum Thema Auferstehung, kuratiert von Albrecht Henkys im Kunstraum Kraut der Nikolaikirche, Berlin (Stadtmuseum Berlin). In diesem Projekt ging es darum, sich dem vom preußischen Hofbildhauer Georg Glume (1679–1765) entworfenen Grabdenkmal künstlerisch anzunähern und sich aus zeitgenössischer Sicht mit einer historischen Fehlstelle – dem im Zweiten Weltkrieg zerstörten Wandbild „Auferstehung Christi“ – auseinanderzusetzen.

Schaut man genauer hin, sind das dramatisch hochgerissene Grabtuch des auferstandenen Jesus Christus zu erkennen, sein Lendentuch und auch das Gewand eines Engels – die materiellen Zeugnisse des Unfasslichen. Dazwischen ein Blitz. Symbolisiert er die Dramatik und Energie, von der die barocke Szene einst geprägt war? Oder ist es ein Lichtstrahl, der auf Christi Himmelfahrt verweist? Das Licht, von dem Christus in der Bibel spricht: „Ich bin das Licht der Welt“?

Klaus Killisch, 2025

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