Zwischen Liebe und Verzweiflung. Maria in der Moderne von Chagall bis Kollwitz
Kuratorin: Dr. Ulrike Brinkmann

Obwohl in der Bibel nur an wenigen Stellen genannt, avanciert die Figur der Maria in der Kunst über die Jahrhunderte zu einem der beliebtesten Bildsujets. So ist die Madonna mit dem Jesuskind ein besonders häufiges Bildthema, welches sich bis heute in der Kunst erhalten hat.
Mit Beginn der Moderne vollzieht sich ein Wechsel hinsichtlich der Typologisierung der Maria: Die Jungfrau und Mutter Gottes – der Inbegriff von Demut, Liebe und Barmherzigkeit - wird zu einer ganz weltlichen Frau und Mutter mit der ganzen Bandbreite an zutiefst menschlichen Gefühlen, wie Liebe, Verzweiflung, Hoffnung und Trauer. Die Ausstellung beleuchtet die vielfältige Darstellung Marias in der modernen Kunst anhand grafischer Arbeiten von Katerina Belkina, Marc Chagall, Lovis Corinth, Otto Dix, James Ensor, Paul Gauguin, HAP Grieshaber, Katharina Heise, Friedensreich Hunderwasser, Paula Jordan, Bodil Kaalund, Antanas Kmieliauskas, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lehmbruck, Hans Lietzmann, Kurt Mühlenhaupt, Palle Nielsen, Bjørn Nørgaard, Herbert Paasche, Otto Pankok, George Rouault, Karl Schmidt-Rottluff, Paul Sinkwitz, Thomas Straub, Michael Triegel und Werner Tübke.