Thesen. Dänische Gegenwartskünstler im Dialog mit der Reformation
Ausstellung im Schloss, der Schlosskirche und Stadtkirche der Lutherstadt Wittenberg
Unter der Schirmherrschaft Ihrer Majestät Königin Margrethe II. von Dänemark.

Projektleitung: Dagmar Warming, Kuration: Lisbeth Bonde, Co-Kuration in Wittenberg: Dr. Ulrike Brinkmann

Was kommt heraus, wenn man Künstler von heute bittet, einen Beitrag zu einer Ausstellung, die dem Reformationsjubiläum gedenkt, zu gestalten? Wie bewerten sie, die nicht unbedingt aktive Christen sind, den Beitrag der Reformation für die heutige Zeit in Hinblick auf Gesellschaft, Kultur und Ästhetik?
Anlässlich des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 wurde in Dänemark ein Komitee für die Organisation einer Wanderausstellung mit Bezug zur Reformation eingesetzt. Dieses Komitee hat bei 25 herausragenden, dänischen Künstlern unserer Zeit angefragt, eine Arbeit für diese Ausstellung zu schaffen. Herausgekommen ist eine vielschichtige Ausstellung, die sich kritisch mit der Person Martin Luthers auseinandersetzt, gesellschaftliche und soziale Gegebenheiten hinterfragt und die Bedeutung der Reformation für die moderne, globalisierte Welt auslotet. Unbestritten bleibt dabei die Anerkennung der zentralen Rolle, die Martin Luther bei der Modernisierung des Christentums in Mittel- und Nordeuropa gespielt hat.
Einige der angefragten Künstler haben sich bereits mit religiöser Kunst beschäftigt und teils sogar Kirchen ausgestaltet. Für andere wiederum ist die Ausstellung mit ihrem christlichen Hintergrund völliges Neuland.

Teilnehmende Künstler:
Lise Blomberg Andersen, Martin Erik Andersen, Bank & Rau, Peter Brandes, Peter Linde Busk, Peter Callesen, Viera Collaro, Maja Lisa Engelhardt, Anette Harboe Flensburg, Erik A. Frandsen, Leonard Forslund, Ib Monrad Hansen, Lise Harlev, Hein Heinsen, Sophia Kalkau, Janne Klerk, Christian Lemmerz, Karin Lorentzen, Ulrik Møller, Kirstine Roepstorff, Trine Søndergaard, Alexander Tovborg, Laila Westergaard, Ebbe Stub Wittrup